Style | ELFEN #1

Auf Zeitreise durch die Dekaden

50 Jahre Frauenfussball

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFoto: Nadine Rupp

Wir schreiben das Jahr 1970. Im noch geteilten Deutschland regieren Bundeskanzler Willy Brandt im Westen und Ministerpräsident Willi Stoph im Osten – beide treffen sich erstmals in Erfurt. Amerikaner und Russen ringen im „Kalten Krieg“ um die Vormachtstellung auf der Erde und im Weltall. Die Musiker Janis Joplin und Jimi Hendrix sterben durch Drogenmissbrauch, die Beatles geben ihre Trennung bekannt und in Mexico wird Brasilien zum dritten Mal Fußball-Weltmeister. Andreas Baader wird aus dem Gefängnis befreit und gründet mit Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und anderen die „Rote Armee Fraktion“ (RAF) … Und als wären das nicht schon genug Schlagzeilen für das erste Jahr im neuen Jahrzehnt, titelte die BILDZeitung am 3. November 1970: „Damen als Vorspeise zur Bundesliga – ab heute ist Damen-Ball“. Und das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL war sich nicht zu schade, die fortan vermeintliche Gleichberechtigung im Fußball mit drei Wörtern auf den Punkt zu bringen: „Hand am Busen“.

Vier Tage zuvor hatte der DFB-Bundestag in Travemünde den Frauenfußball mit der Aufnahme in seine Statuten offiziell genehmigt. Endlich! Bis zum 3. November 1970 war die „schönste Nebensache der Welt“ noch dem „starken Geschlecht“ vorbehalten. Offizielle Begründung für die zuvor fehlende Anerkennung war stets die Sorge um die Gesundheit der Frauen – insbesondere die Geschlechtsteile könnten ja geschädigt werden. Mit Beginn der Saison 1970/71 ging es nun endlich auch für die Frauen um offizielle Meistertitel. Der DFV im Osten hatte Frauenmannschaften zwar schon 1968 für regionale Wettbewerbe integriert. Offizielle Wettbewerbe auf DDREbene sollte es aber erst ab Ende der 1970er Jahre geben. 50 Jahre ist es also nun bald her, dass Frauenfußball in West-Deutschland per Statut erlaubt wurde. Ein halbes Jahrhundert, in dem unglaublich viel passierte: gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich und sportlich. Am besten aber lässt sich der jeweilige Zeitgeist der Jahrzehnte modisch darstellen. Und das nicht etwa in Fußball-Trikots aus den verschiedenen Dekaden. Das wäre uns viel zu einfach. ELFEN hat aktuelle Spielerinnen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga in zeitgenössische Kostüme gesteckt und sie durch die Jahrzehnte geschickt. Entstanden sind echte Hingucker, sehen Sie selbst!

Die frühen Siebziger Jahre spiegelten die wilde Zeit der Rebellion und Hippie-Bewegung wieder. Röcke und Kleider wurden kürzer, Schuhe höher, Haare länger. Kräftige Farben waren nach Jahren der Tristesse auf dem Vormarsch. Erst im Jahrzehnt zuvor hatten sich Hosen – aus Jeans, Cord oder Seide – auch für Frauen durchgesetzt. Wer es privat oder beruflich eleganter mochte, wählte Kostüm. So wie die Stewardessen der Fluggesellschaft Pan Am World Airways – kurz Pan Am. In ihren blauen Uniformen sahen sie so umwerfend aus, dass sie die Stars der Airline über den Wolken waren.

Catch me if you can – Die Turbinen heben ab

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

Zeit der Rebellion

Für unser Shooting schlüpften die Spielerinnen Johanna Elsig, Lara Prasnikar und Rieke Dieckmann von Turbine Potsdam (gegründet am 3. März 1971) in die himmelblauen Uniformen im Look der frühen 1970er Jahre. Es war die Zeit, in der Berlin noch den Sonderstatus einer geteilten Stadt unter alliierter Kontrolle hatte und Flüge von und nach Tempelhof und Tegel nur den Fluggesellschaften der vier Siegermächte erlaubt war. Die amerikanische Pan Am war dabei die mit den meisten Direktverbindungen in alle Welt. Keine andere Airline hat sich durch ihre allgegenwärtige Präsenz so in die kollektive Erinnerung für eine ganze Dekade gebrannt.

Bereits ab Ende der 1960er Jahre unterhielt Pan Am unweit der Gedächtniskirche im Herzen West-Berlins eigene Räumlichkeiten. Im 10. Stock des Eden-Hochhauses wurde ein Penthouse betrieben, eingerichtet wie ein Nachtclub: die legendäre Pan Am Lounge. Sie diente Mitarbeitern der Fluglinie als Ort der Entspannung und Zerstreuung. Aber dabei blieb es nicht. Die Lounge wurde zum geheimen Hot Spot im Westen der geteilten Stadt. Regelmäßiger Gast: Willy Brandt, der es sich als Regierender Bürgermeister Berlins (1957-1967), Außenminister (1967-1969) und später als Bundeskanzler (1969-1974) regelmäßig im Kaminzimmer der Lounge gemütlich machte, Zigarre rauchte und Brandy trank. Legendär sind seine gemeinsamen Treffen mit dem Architekten des deutschen Wirtschaftswunders – Ludwig Erhard. Es wird gemunkelt, dass an solchen Abenden per Handschlag und über Parteigrenzen hinweg die Vision von Berlin als alter und neuer Hauptstadt besiegelt wurde.

In Westteil der Stadt bildeten sich nach der DFB-Verbotsaufhebung vom 31. Oktober 1970 schnell eine erste Liga auf lokaler Ebene – 1971 wurde der erste Verbandsmeister ermittelt. Sieger wurde Tennis Borussia Berlin. Das Spiel selbst dauerte damals noch nur 70 Minuten, später wurde die Spieldauer auf 80 Minuten erhöht. 1974 – im Jahr der Fußball-WM der Männer in Deutschland – gewann der TuS Wörrstadt (4:0 gegen DJK Eintracht Erle) das erste offizielle Finale und durfte sich deutscher Frauenfußballmeister nennen. Bärbel Wohllebens Treffer zum 3:0 wurde gar von den Zuschauern der ARD-Sportschau zum Tor des Monats gewählt. Eine offizielle Nationalmannschaft gab es noch nicht, die sollte erst im folgenden Jahrzehnt ihre Erfolgsgeschichte aufnehmen, aber ab 1977 wurde Hannelore Ratzeburg vom DFB zur Referentin für den Frauenfußball berufen. Auf ihre Initiative hin wurden mit dem Länderpokal und dem DFB-Pokal neue Wettbewerbe eingeführt. In jenen Tagen begann auch die große Ära der SSG 09 Bergisch Gladbach, die ab 1977 insgesamt neun Mal deutscher Meister der Frauen (West) werden sollte. In der DDR wurde ab 1979 erstmals eine „Meisterschaft“ in Form einer „Bestenermittlung“ ausgespielt. Zu den besten Teams gehörte schon damals die BSG Turbine Potsdam, der heutige 1. FFC Turbine Potsdam.

Übrigens: Die Lounge der 1991 insolvent gegangenen Pan Am existiert noch heute genau so, wie sie 1966 eröffnet und in den 1970er Jahren genutzt wurde: Alles ist noch in originalem Zustand, kein Aschenbecher wurde verrückt. Als wäre die Zeit stehengeblieben. In dieser Umgebung posierten Johanna, Lara und Rieke im Stewardessen-Outfit für ELFEN-Fotograf Michael Handelmann. „Die Turbinen heben ab“ haben wir die dabei entstandene Fotostrecke genannt. Sie zeigt die drei jungen Frauen im Penthouse an der Bar, im berühmten Kaminzimmer und auf der Terrasse mit dem einzigartigen Blick auf die weltberühmte Gedächtniskirche. Die Haare im Stil der Zeit nach innen gebürstet oder streng nach hinten gebunden und unter dem Stewardessen-Hütchen versteckt.

Fehlt nur noch, dass die Hollywood-Stars Leonardo Di- Caprio und Tom Hanks durch die Kulisse huschen und das Shooting stören. Denn die Szene erinnert gewaltig an den Kinoklassiker „Catch Me If You Can“, in dem die Pan Am- Stewardessen den beiden Schauspielstars die Show stahlen. Der Film erschien übrigens im Jahr 2002 – zwei Jahre bevor Turbine Potsdam den ersten von bis heute sechs Deutschen Meistertiteln erringen konnte …

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

Starterlaubnis erteilt
Die Turbinen Lara Prasnikar, Johanna Elsig und Reike Dieckmann (von links) heben als Pan Am-Stewardessen ab

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

Mia San Mamma Mia – So viel ABBA steckt im FC Bayern

Sie prägten den Lebensstil einer ganzen Generation. Nicht nur musikalisch, auch in Sachen Mode. Wer in den 1970er, 80er oder 90er Jahren aufwuchs, kam an ABBA nicht vorbei. Die aus Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad bestehende schwedische Kultband hatte 1974 ihren Durchbruch, als sie den Eurovision Song Contest mit ihrem Song Waterloogewann. Es folgten Welthits wie Dancing Queen, The Winner Takes It All und Mamma Mia. Bis heute gehören ABBA mit über 400 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte. Besonders auffällig waren auch die bunt-poppigen Outfits, die das Quartett bei seinen Auftritten und in Musikvideos trug.

Bunt un poppig

Zu Beginn der 1980er Jahre, deren Mode im weiteren Verlauf von Tennissocken, Karottenjeans, Netzhemden und bunten Jogginganzügen geprägt waren, war auch die Band ABBA weltklasse und hinterließ mit ihren Schlaghosen, bunten Kleidern und Glitzerfummeln bleibenden, weil stilvollen Eindruck. Obwohl die Bandmitglieder 1982 aufgrund privater Differenzen eine bis heute andauernde „Pause“ eingelegt haben.

Der Frauenfußball erlebte in diesen Jahrzehnten auf Vereinsebene zunächst die Ära der SSG Bergisch Gladbach, gefolgt vom TSV Siegen und dem FSV Frankfurt, die in den 90er Jahren den Ton angaben. 1981 wurde auch der DFB-Pokal eingeführt, dessen Erstauflage ebenfalls an die Frauen aus Bergisch Gladbach ging. Im Osten gewannen derweil die Potsdamerinnen sechsmal die „Bestenermittlung“ der DDR. Die von Gero Bisanz trainierte DFB-Elf trug ab 1982 auch die ersten offiziellen Länderspiele des DFB aus und holte 1989 sensationell den EM-Titel gegen favorisierte Norwegerinnen. Die DDR-Auswahl bestritt vor der Wiedervereinigung lediglich ein einziges Länderspiel, das 1990 in Potsdam gegen die Tschechoslowakei 0:3 verloren ging. Spätestens mit der Gründung der Frauenfußball-Bundesliga im Jahr 1989 wurden die DFB-Frauen nicht nur konkurrenzfähig, sie entwickelten sich hin zur absoluten Weltklasse!

Die Nationalmannschaft begann in den 1990er Jahren fleißig Titel zu sammeln. Der Europameistertitel wurde 1991 zunächst verteidigt – weitere Kontinantal-Triumphe folgten 1995 sowie 1997. Bei der 1991 erstmals ausgetragenen Frauen Fußball-WM in China belegte die DFB-Auswahl einen respektablen vierten Rang. Seit 1996 ist Frauenfußball auch ins Olympische Programm aufgenommen – in Atlanta gab es das erste Turnier unter den fünf Ringen, Deutschland war dabei, schied aber in der Vorrunde unglücklich aus. Allmählich stieg auch die mediale Resonanz – ARD und ZDF begannen ab Mitte der 1990er Jahre damit, das Finale des DFB-Pokals live zu übertragen.

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

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Ganz ABBA Style 2019
Die Bayern-Spielerinnen Simone Boye Soerensen, Verena Schweers und Jacintha Weimar im Glanz der Disko-Kugel

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

Die ABBA-Songs hatten zu diesem Zeitpunkt gewiss nichts an ihrer Ohrwurm-Qualität eingebüßt. Im Gegenteil – sie erlebten regelmäßig eine Renaissance. Erstmals ausgelöst durch das 1992 erschienene Best-of-Album ABBA Gold, das mit 31 Millionen Exemplaren zu den weltweit meistverkauften zählt, gab es einen Boom an Partys, die von den vier Schweden inspiriert waren. Daran anknüpfend feierte 1999 das auf ABBA-Songs basierende Erfolgsmusical Mamma Mia! in London Premiere. 2008 wurde Mamma Mia! unter Mitwirkung von Stars wie Meryl Streep und Pierce Brosnan in Hollywood verfilmt.

So viel Erfolg schreit natürlich nach einem farbenfrohen Shooting mit Vertreterinnen der Liga, die das Mia san mia verkörpern und sich zu einem Take a Chance on Me durchringen konnten: Mit Verena Schweers, Jacintha Weimar und Simone Boye Sørensen traten dann drei Spielerinnen von Vize-Meister FC Bayern München im Disco-Look der frühen 1980er Jahre vor die Kamera. Die Münchener ELFEN-Fotografin Nadine Rupp hatte sich dafür den kleinen aber feinen Kult-Nachtclub Paradiso im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt ausgeguckt, ganz in der Nähe des Marienplatzes.

Verena Schweers hatte sich für ihren Auftritt den weißen Super Trouper-Glitzeranzug mit zum Boden hin auslaufenden Hosenbeinen ausgesucht, Simone Boye Sørensen glänzte in blauem Chiquitita-Einteiler mit Silbersternen und Jacintha Weimar kombinierte mit weißer Hose und blauer Bluse die Farben der beiden anderen als hätte sie sich der Knowing Me, Knowing You-Bewegung angeschlossen. Alle Drei trugenihr Haar offen und bewegten sich auch auf hohen Schuhen extrem souverän durch das Shooting. Dann hieß es Gimme! Gimme! Gimme! Musik – und endlich ging es los. Auf der kleinen Bühne der Paradiso Tanzbar und im Licht der Scheinwerfer und Discokugeln fühlten sich die Drei sichtlich wohl. Sie schmetterten einen ABBA-Song nach dem anderen so laut in die Mikrofone, wie es zuletzt bei den Meisterfeiern der Bayern-Frauen in den Jahren 2015 und 2016 zu hören war.

So wurde aus dem altbekannten Mia san Mia der Bayern ganz im Sinne von ABBA ein Mia San Mamma Mia … Wenigstens für diesen einen Tag. Wir sagen: Thank you for the Music!

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Sex and the City –
Wilkommen im neuen Jahrtausend

Und plötzlich war sie da, die neue, die lässige weibliche Eleganz des neuen Jahrtausends. Modisch geprägt wurde der Start ins erste Jahrzehnt eines neuen Jahrhunderts durch die amerikanische HBO-Serie „Sex and the City“. Die Garderobe von vier New Yorker Power-Frauen waren mehr als Kleidungsstücke. Sie waren ein Statement. Hautenge Designer-Kleidchen, bunte Vintagejacken vom Flohmarkt, megateure High Heels und Handtaschen oder Unterwäsche zum Tutu – die vier Freundinnen aus der Serie wurden über Nacht zu Stilikonen und von denen, die es sich leisten konnten, vielfach kopiert.

Power-Frauen

Wie in der Mode brach auch auf dem Fußballplatz mit dem Jahr 2000 eine neue Zeitrechnung an. Mit dem 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam machten zwei Clubs die Meisterschaft in zwölf Spielzeiten nacheinander allein unter sich aus, nur beim DFB-Pokal ließen sie die Duisburgerinnen (Titelgewinne 2009 und 2010) kurz mitreden. Auch auf europäischer Bühne dominierten Teams der Frauen-Bundesliga: die Frankfurterinnen (2002, 2006, 2008), Potsdam (2005) und Duisburg (2009) holten den UEFA Women’s Cup. Die Turbinen gewannen auch den ersten Titel der UEFA Women’s Champions League 2010.

Deutschland war 2001, gleich zu Anfang des neuen Milleniums, ein zweites Mal Austragungsort einer EM-Endrunde und erreichte vor heimischem Publikum das Finale in Ulm. Die Endspiel-Gegnerinnen aus Schweden rangen den deutschen Frauen eine Verlängerung ab, die Claudia Müller mit einem „Golden Goal“-Siegtreffer für die Gastgeberinnen entschied. Ihr Torjubel (sie zog sich das Trikot über den Kopf) brachte es bildlich auf die Titelseiten der Gazetten. Die BILD-Zeitung schrieb dazu: „So schön kann Fußball sein!“. Dachte sich Fußball-Deutschland zwei Jahre später nochmal, als 2003 in den USA die vierte Weltmeisterschaft der Frauen stattfand. Hier machte sich Nia Künzer per Kopfball unsterblich – ihr entscheidendes Tor im kalifornischen Carson, erneut ging es gegen die Schwedinnen, sicherte den ersten deutschen WMTitel und wurde später auch zum „Tor des Jahres“ gewählt.

Es war auch die glamouröse Zeit der Geschichten um die New Yorker Klatsch-Kolumnistin Carrie (Sarah Jessica Parker) und ihrer Freundinnen Miranda (Cynthia Nixon), Samantha (Kim Catrall) und Charlotte (Kristin Davis). Zwischen 1998 und 2004 sorgte „Sex and the City“ mit 94 Episoden für höchste Einschaltquoten – und zwei folgende Spielfilme (2008 und 2010) für volle Kinosäle. Die Frauen sprachen so offen wie nie zuvor über Männer- und Beziehungsthemen und verkörperten auch deshalb weibliche Selbstbestimmung und Frauenpower. Großen Anteil am Erfolg der Serie hatte die Stylistin Patricia Field, die das Serien-Outfit für die Hauptfigur Carrie Bradshaw entwickelte und dafür den begehrten Filmpreis Emmy erhielt.

Wie es sich anfühlt, Stilikonen wie die New Yorker Powerfrauen zu sein, wollte ELFEN wissen und lud vereinsübergreifend Spielerinnen der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zum Mode-Shooting in den Medienhafen Düsseldorf: Stina Johannes (SGS Essen), Vanessa Fürst (MSV Duisburg), Myrthe Moorrees (SC Sand), Meike Meßmer (1. FC Köln) und Barbara Reger (Bayer Leverkusen) sagten sofort zu und ließen sich von Mode- und Stilberaterin Juliane Gareis einkleiden, von Visagistin Natalie Aust stylen und von Fotograf Michael Handelmann ablichten. Der von internationalen Stararchitekten bebaute Medienhafen bildete die perfekte Großstadt-Kulisse. Das Ergebnis: Wow!

ELFEN Magazin - ELFEN Style - Auf ZeitreisenFotos: Nadine Rupp / Michael Handelmann

Ein Feeling wie einst Carrie Bradshaw
Meike Messmer, Myrthe Moorrees, Vanessa Fürst, Stina Johannes und Barbara Reger (v.l.n.r) hatten sichtlich Spaß beim Foto-Shooting

Das Shooting selbst war ein Schmink- und Umziehmarathon. Dutzende Outfits standen zur Auswahl, die an die berühmten Szenen der durch die Häuserschluchten Manhattens flanierenden Frauen erinnern sollten. Shopping-Freude unter Freundinnen. Auf dem Spielfeld sonst Konkurrentinnen, ergänzten sich die fünf jungen Damen beim außergewöhnlichen Foto-Shooting. Einig waren sie sich alle, dass kaum eine dieser optischen Ausgefallenheiten Platz im privaten Kleiderschrank finden würde – aber für diesen einmaligen Foto-Spaßkann man sich ja mal herausputzen.

Die Kölner Mittelfeldspielerin Meike Meßmer hat sich für einen dunkelblauen Jumpsuit im Marlene-Schnitt entschieden. Aufgepeppt mit edlen Accessoires wie breitem Silbergürtel, lässigem Shopper und modischer Halskette. Sand-Verteidigerin Myrthe Moorrees kommt in der Trendfarbe Petrol. Die Hose mit weitem Bein, dazu passendes Oberteil mit schimmerndem Ornamentmuster. Blickfang: der knallrote Kurz-Blazer sowie die Pumps in Schlangenleder-Optik. Als kleinen Stilbruch trägt sie die große Motto-Tasche mit der Botschaft „Make World better“. Vanessa Fürst vom MSV Duisburg trotzt dem Herbst mit einem Seiden-Minikleid im Batik-Look. Die kleine Kugeltasche ist farblich perfekt abgestimmt. Sexy Highlight sind die Slingback-Lack-Sandalen in Knalltürkis mit Blockabsatz. Essens Stina Johannes scheint schon für Silvester zu planen: Sie trägt ein schwarz-goldenes Minikleid, dazu elegante Wildleder-Pumps in Schwarz, Tasche und Lippen dazu in Pink! Barbara Reger ist als Lady in Red der Hingucker mit dem roten Kleid in Wickeloptik und Raffungen in der Taille. So ist sie perfekt gekleidet für jede Party, aber auch zum Shoppen mit dem passenden Ledershopper in Rot-weiß und aufgesetzten Taschen. Die Plateau-Stilettos mit transparenten Details runden das Bild ab.

Apropos abrunden: Seit einigen Jahren wird die Bundesliga vom VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München dominiert, die alle Meistertitel seit 2013 unter sich aufteilten. Die Nationalmannschaft konnte Olympia-Gold 2016, zwei WM- und acht EM-Titel gewinnen! Viel Abwechslung hat es also geben – in den vergangenen Jahrzehnten. Sportlich und modisch …

Danke an alle Protagonistinnen für diese tolle Zeitreise!