Liga | ELFEN #1

Generation
20.20

Wir treffen Spielerinnen aus allen Clubs der Liga, zufällig und so persönlich wie selten zuvor. Die Generation 2020 kann nicht nur starke Schüsse, sie hat auch starke Meinungen – es sind einfach starke Frauen

ELFEN Magazin - ELFEN Liga - Generation 2020Foto: Nadine Rupp

Melanie Leupolz kommt einem schnell in den Sinn, wenn man hierzulande ein Vorbild sucht, eine aushängeschild des Frauenfussballs – eine Titel-Frau eben

ELFEN Magazin - ELFEN Liga - Generation 2020Foto: Nadine Rupp

Melanie Leupolz „Es ist im Sport wichtig, sich schnell neue Ziele zu setzten.“

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„Manchmal fragen Jungs auch nach Rat“

Nur mit ihrem Namen und dem Hinweis „Ich spiele Fußball“ endet prägnant das aufwendig gedrehte Video über ihre Karriere in einem Sponsor-YouTube-Kanal. Ihre Botschaft darin: Mädchen Mut machen, ihren Traum zu leben! Ihrer Rolle ist sie sich durchaus bewusst. Seit zwei Jahren trägt sie inzwischen die Spielführerinnen-Binde beim FC Bayern, zählt mit ihren über 60 Einsätzen im Nationalmannschaftstrikot zu den Routiniers des DFB-Teams und gilt ob ihrer Qualitäten auf dem Spielfeld, ihres selbstbewussten Auftretens auch abseits des Platzes und ihrer offenen, direkten Art durchaus als eine der Vorzeigefrauen des deutschen Fußballs.

„Mein Name ist Melanie Leupolz. Ich spiele Fussball.“

Aufgewachsen ist sie Ratzenried, einem – wie sie selber immer betont – ganz kleinen Dorf im Allgäu. Schon früh hegte Sie den Wunsch, Fußball zu spielen. Eine Mädchenmannschaft im Ort? Fehlanzeige! So begann sie, in den ersten Jahren gemeinsam mit den Jungs im örtlichen TSV zu kicken. Mit sechs Jahren trat sie in den Verein. Oft habe sie da gehört: „Mädchen können kein Fußball spielen!“ Klar seien ihre Mitspieler oft physisch weiter gewesen. „Ich musste mit ihrer Schnelligkeit mithalten und auch mit der körperlichen Härte, selbst bei den damals noch kleinen Jungs, auseinandersetzen“, erinnert sie sich. Aber schon immer besaß Melanie einen besonderen Ehrgeiz – investierte viel Zeit, um an sich zu arbeiten. Sie erreichte Ihr Ziel. „Als ich in einem Spiel drei Tore erzielte, waren die Jungs erst einmal still mit ihren Sprüchen“, erinnert sie sich schmunzelnd.

Solch ein Talent erweckt Aufmerksamkeit. Mit 14 Jahren wechselte sie zum TSV Tettnang in die B-Juniorinnen-Oberliga. Ab der U15 erhält Melanie regemäßig Einladungen und durchläuft die Auswahlmannschaften auf höchster DFB-Ebene, gehört dort schnell zu den Stammspielerinnen des deutschen Nachwuchses, gilt als Hoffnungsträgerin. Ein für sie einschneidendes Erlebnis widerfährt ihr früh, bei der U17-Europameisterschaft 2011 in der Schweiz, da spielt sie bereits für den SC Freiburg in der Bundesliga. Deutschland erreichte das Halbfinale gegen Frankreich. Nach einem Unentschieden in der regulären Spielzeit kommt es zum Sudden-Death-Elfmeterschießen. Leupolz ist inzwischen Kapitänin des Teams. Ihr Selbstverständnis: „Als Spielführerin hatte ich die Verantwortung, auch den Ball zu übernehmen, zu schießen.“ Der Ball geht rechts am Tor vorbei. Deutschland scheidet aus. Sie macht sich Selbstvorwürfe („Nun sind wir wegen mir ausgeschieden …“), zieht sich gar ein wenig zurück, wird ruhiger, wie sie sich heute noch erinnert. Ihr Ehrgeiz, ihr Anspruch – auch eine Bürde für die junge Frau.

Sie reflektiert und verarbeitet das Geschehene, erkennt den Fußball als große Chance, auch Rückschläge akzeptieren zu lernen, sich weiterzuentwickeln. Ohnehin ist Ihr Spaß am Spiel selbst viel zu groß. Ihr Weg geht weiter.

2013 Debüt in die A-Nationalmannschaft, 2013 EM-Titel, 2014 der Wechsel zum FC Bayern, mit dem sie bislang zwei Deutsche Meisterschaften feiern konnte, 2016 Olympiasieg in Rio de Janeiro!

Auch der Rückschlag einer schweren Verletzung im zweiten Halbjahr 2016 mit über sechs Monaten Zwangspause warf sie nicht zurück. Es sei sehr frustrierend gewesen, eine große Herausforderung für den eigenen Willen. Sie kämpft sich zurück. Als ob das Leben das Drehbuch für eine Vorzeige-Karriere der Power-Frau geschrieben hätte.

Leupolz ist inzwischen Sportfachwirtin, hat ihren Bachelor in Sportmarketing geschrieben und studiert – neben dem Trainingsaufwand und Spielbetrieb beim FC Bayern und der Nationalmannschaft – derzeit Wirtschaftspsychologie. Eines Tages einmal in einem Verein oder Unternehmen auch etwas für die Weiterentwicklung und die Akzeptanz des Frauenfußballs zu tun, könne sie sich schon gut vorstellen. Als aktive Botschafterin gelingt ihr das jetzt schon. Auf sozialen Kanälen erreicht sie eine beachtliche Zahl von Followern. Bilder, Geschichten und Posts der 25-Jährigen erreichen stets Werte im fünfstelligen Bereich der „Gefällt mir“-Zähler. Obwohl als Generation mit den Medien aufgewachsen, betrachtet sie die moderne Kommunikation durchaus differenziert. „Social Media ist Fluch und Segen zugleich!“ Immerhin habe man die Möglichkeit, mit Menschen auf dem ganzen Globus zu kommunizieren.

ELFEN Magazin - ELFEN Liga - Generation 2020Foto: Nadine Rupp

„Wir sind nicht, wie es so schön heisst, typisch Mädchen, typisch zickig. Weil bei uns der Leistungsgedanke über allem steht ….“

Als populäre Fußballerin nutzt sie diese Chance, sieht es durchaus auch als ihre Aufgabe, bhierüber für den Frauenfußball zu werben. „Die großen Follower- Zahlen hatte ich ehrlich nie geplant oder erwartet. Wenn einem aber so viele Menschen folgen, darunter sicher zahlreiche junge Mädchen, sollte man versuchen, auch einer Vorbildrolle gerecht zu werden.“ Sie sei sich bewusst, dass sie stets auch ihren Club, den FC Bayern, sowie die Nationalmannschaft repräsentiere. Aber: „Dennoch würde ich mich nicht als klassische Influencerin bezeichnen“, sagt sie. Es sei aber schön, wenn junge Mädchen fragen, wie sie es zur Profispielerin und in die Nationalmannschaft schaffen können. „Manchmal fragen auch Jungs nach Rat. Zumindest die Kleineren …“

Dabei dürfte gerne auch so manch großer Junge sich Melanie zum Vorbild nehmen. Ihre Einstellung auf dem Platz, zum Sport und Ihr Ehrgeiz sind geschlechterübergreifend nachahmenswert: „Wenn ich mal etwas sehe, was mir nicht gefällt, bin ich jemand, der das auch ehrlich und direkt anspricht.“

Also antwortet sie auch ehrlich, wenn es um den aktuellen Stellenwert des Frauenfußballs geht. Ist in den letzten Jahren die Wertschätzung gewachsen? „Ehrlich gesagt: Nein.“ Allein die Tatsache, dass es in einigen Vereinen aus der Bundesliga noch Spielerinnen gibt, die täglich zur Arbeit gehen müssen, sorge nicht dafür, dass man von Top-Professionalität sprechen könne. Aber Vollprofitum im Frauen- Fußball wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und würde gewiss auch eine Qualitätssteigerung zur Folge haben.

Auch zum Thema Klischees hat Melanie Leupolz eine klare Meinung. Auf die vorsichtige Frage des männlichen Zeitungsreporters des Münchner Merkurs vor knapp einem Jahr, ob in einer Gruppe von 23 Frauen in der Kabine nicht auch ein hoher „Zickenfaktor“ herrsche, stellte sie klar: „Die Frage ist in Ordnung, aber ich kann da etwas Licht reinbringen. Fußballerinnen, Leistungssportlerinnen kann man meines Erachtens nicht in dieses Klischee hineinpacken: Wir sind nicht, wie es so schön heißt, typisch Mädchen, typisch zickig. Weil bei uns der Leistungsgedanke über allem steht. Wenn du zickst, kannst du in einem professionellen Team keinen Erfolg haben.“

MELANIE LEUPOLZ

# Mittelfeldspielerin
# FC Bayern
25 Jahre

Spielerin mit Köpfchen – das trifft es wohl! So könnte die kurze Beschreibung zu Melanie Leupolz lauten. Und das sagt sie auch selbst, wenn sie von sich spricht; konkret im Zusammenhang mit ihrer Leidenschaft Motorradfahren. Sie besitzt ein eigenes motorisiertes Zweirad, stammt sozusagen aus einer Motorsportfamilie und unternimmt regelmäßig Touren „Ich fahre sportlich, auch schnell. Aber: Ich bin keine Raserin, fahre immer mit Kopf“, gab sie im Interview preis. Da haben wir es: schnell und schlau!

MELANIE . . .
. . . KOMMT AUS : RATZENRIED / ALLGÄU
. . . HÖRT GERN : CHARTS RAUFUNDRUNTER
. . . ISST  GERN : SUSHI
. . . TRINKT GERN : STILLES WASSER
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FREUNDEN

ELFEN Magazin - ELFEN Liga - Generation 2020Foto: Carlotta Erler

MARGARITA GIDION

# Mittelfeldspielerin
# 1. FFC Frankfurt
24 Jahre

Bei ihren Mannschaftskameradinnen gilt Margarita als die Stimmungsmacherin im Team – gebürtig vom Rande des Schwarzwalds eilt ihr der Ruf voraus, bei der entsprechenden Musik gern die Hüften wie Pop-Ikone Shakira schwingen zu lassen. Nicht selten soll dieses Phänomen nach einem Sieg in den Kabinen der Bundeliga beobachtet worden sein … Seit knapp zweieinhalb Jahren spielt die 24-Jährige, die zuvor bei den Liga-Konkurrenten SC Freiburg und SGS Essen unter Vertrag stand, in der Mainmetropole. Das große Ziel der U-20-Weltmeisterin von 2014 ist die Champions-League. „Ich möchte unbedingt einmal in der Königsklasse gegen die besten Teams Europas spielen“, so Gidion.

MAGERITA . . .
. . . KOMMT AUS : LÖRRACH
. . . HÖRT GERN : MIGUEL – ADORN; BILLI EILISH; OCEAN EYES
. . . ISST  GERN : SMOOTHIE – BOWLS UND GEMÜSE – KOKOS-CURRY MIT QUINOA
. . . TRINKT GERN : KAFEE
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT :GUTEM ESSEN

ELFEN Magazin - ELFEN Liga - Generation 2020Foto: regios24

Ingrid Engen

# Mittelfeldspielerin
# VFL Wolfsburg
21 Jahre

Die Norwegerin fällt auf – schon allein, weil sie mit ihren 1,77 m die meisten Mitspielerinnen und auch Gegnerinnen auf dem Platz von der Größe überragt. Die Defensivspezialistin mit Einsatzort Mittelfeld kam im Sommer 2019 zum Deutschen Meister VfL Wolfsburg. In dem skandinavischen Land nicht ungewöhnlich: Ingrid hatte schon in der Schule Deutsch. Das hilft seit dem Wechsel in die Autostadt. Anfang Februar 2018 debütierte Engen in der Nationalmannschaft Norwegens, gehört dort inzwischen zum festen Stamm und war auch bei der WM in Frankreich dabei, wo allerdings – wie fürs deutsche Team – im Viertelfinale schon Schluss war. Ach ja: Ohne Kaffee, sagt sie selbst, geht bei ihr nichts … womöglich auch in den Momenten, wenn ihre größte, selbsterklärte Schwäche sich offenbart: „Ich schiebe Sachen gerne auf …“

MAGERITA . . .
. . . KOMMT AUS : TRONDHEIM (NORWEGEN)
. . . HÖRT GERN : POP; R’N’B
. . . ISST  GERN : TACOS
. . . TRINKT GERN : KAFEE
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT :ZUHAUSE

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Florian Bilger

Jobina Lahr

# Abwehrspielerin
# SC Freiburg
28 Jahre

Abwehrspielerin Jobina wird neuerdings auf Schritt und Tritt beschattet. Nicht auf, sondern außerhalb des Platzes. „Teddy“ heißt der Boxer-Dackel-Mix, der ihr Herz eroberte und seit ein paar Wochen nicht mehr von der Seite weicht. Die 28-Jährige holte den Rüden (20 Monate) aus dem 800 Kilometer entfernten Rathenow (Brandenburg). Teddy saß dort im Tierheim, da sich seine letzten Besitzer getrennt hatten. Jobina, die schon länger überlegt hatte, sich vierbeinige Verstärkung zu holen, entdeckte ihn auf derWebseite des Tierschutzvereins. Jetzt darf Teddy (fast) überall mit hin: Freunde besuchen, einkaufen oder ins Büro, wo Jobina fünf Stunden die Woche als Buchhalterin arbeitet. Am schönsten aber sind die gemeinsamen Abende auf dem Sofa. Da kuscheln sie um die Wette. „Spielstand“: unentschieden!

JOBINA . . .
. . . KOMMT AUS : KLEIN-ZIMMERN (BEI DARMSTADT)
. . . HÖRT GERN : CHARTS
. . . ISST  GERN : KARTOFFELN MIT SPINAT UND SPIEGELEI
. . . TRINKT GERN : WASSER ODER APFELSAFT
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FREUNDEN UND MISCHLINGSHUND TEDDY

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: privat

Ramona Petzelberger

# Mittelfeldspielerin
# SGS Essen
26 Jahre

In ihrer Brust schlagen zwei Herzen. Eins für ihre Heimatstadt Essen. Eins für ihren Wohn- und Arbeitsort Leverkusen – beziehungsweise für ihren Job, die Sportpsychologie. Fünf Jahre hatte Ramona Petzelberger ihre Fußballschuhe für den Werksclub geschnürt, ehe es sie 2017 zurück in die Stadt zog, wo sie geboren und aufgewachsen ist. Jetzt pendelt sie fast täglich zwischen Fußballplatz, Nachwuchsleistungszentrum und Uni hinund her. Sie möchte ihrem Bachelor in Sportpsychologie noch den Master folgen lassen, bei der SGS Essen trainiert und spielt sie und bei Bayer 04 Leverkusen gibt sie unter anderem den Nachwuchsteams als Sportpsychologin Werte weiter, die ihr besonders wichtig sind: „Leidenschaft, Disziplin und Ehrlichkeit“.

RAMONA. . .
. . . KOMMT AUS : ESSEN
. . . HÖRT GERN : ALLES, WAS GUTE LAUNE MACHT
. . . ISST GERN : BOWLS UND ANDERE GESUNDE GERICHTE
. . . TRINKT GERN : KAFFEE AM NACHMITTAG
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : IM SOMMER DRAUSSEN IN DER SONNE; IM WINTER AUF DER COUCH MIT EINEM BUCH ODER EINER SERIE

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Michael Handelmann

Rieke Dieckmann

# Mittelfeldspielerin
# Turbine Potsdam
23 Jahre

Sie ist eine echte Sportskanone: „Alle!“ antwortet sie auf die Frage, welche Sportarten sie neben Fußball noch gut findet. Hauptsache, in Bewegung zu bleiben ist auch ihr Motto. Darum fühlt sich die Niedersächsin Rieke Dieckmann auch so wohl in Potsdam: „Es ist eine Fahrradfahrer-Stadt und man findet unglaublich viele verschiedene Laufstrecken an den Ufern der Seen und Flüsse in und um Potsdam.“ Nur mit dem Skifahren klappt es in der brandenburgischen Landeshauptstadt naturgemäß nicht so gut. Apropos Natur: Umwelt- und Klimaschutz liegen der 23 Jährigen besonders am Herzen. Dafür fährt sie Rad statt Auto, verzichtet auf Fisch und Fleisch und achtet beim Einkaufen auf regionale und saisonale Produkte.

RIEKE. . .
. . . KOMMT AUS : BISSENDORF
. . . HÖRT GERN : DEUTSCHE RUHIGE MUSIK, SCHLAGER
. . . ISST GERN : VEGETARISCH
. . . TRINKT GERN : STILLES WASSER
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : KOCHEN UND SPIELEN IN GESELLSCHAFT

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Christoph Worsch

Christin Meyer

# Stürmerin
# FF USV Jena
19 Jahre

Sie ist eine „Waldi“. So nennen sie in Hamburg die Spielerinnen des dortigen Walddörfer SV. Der Frauen- Regionalligist gab im Sommer stolz bekannt: „Christin hat den Sprung in die Bundesliga geschafft und beim FF USV Jena unterschrieben. Wir drücken ihr die Daumen!“ Die gerade 19 Jahre junge Stürmerin hatte sich durch starke Auftritte in der U19 des DFB und mit 17 Toren in 18 Spielen für die „Waldis“ für höhere Aufgaben empfohlen. „Wenn der Wille da ist, kann man alles schaffen“, ist Christins Lebensmotto. Auch den Sprung in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga, wo sie mit ihren Toren dazu beitragen möchte, dass der FF USV Jena die Klasse hält.

CHRISTIN . . .
. . . KOMMT AUS : HAMBURG
. . . HÖRT GERN : DANCE, HIP-HOP, RAP, POP
. . . ISST GERN : SUSHI; PASTA
. . . TRINKT GERN : JOHANNISBEERSCHORLE
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FREUNDE TREFFEN, KOCHEN, AUSRUHEN, FILME SCHAUEN

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Uwe Grün

Sarai Linder

# Außenverteidigerin
# TSG Hoffenheim
20 Jahre

Sarai verkörpert wie kaum eine zweite die Konstanz, auf die sie im Kraichgau zu Recht so stolz sind. Schon mit elf Jahren streifte die gebürtige Sinsheimerin erstmals das blaue Trikot über und ging für die E-Jugend der TSG Hoffenheim auf den Platz. 2016 schaffte die Defensivspezialistin als „Küken“ den Sprung in den Kader des Bundesliga-Teams. Zudem durchlief sie von der U15 bis U17 alle DFB-Nachwuchsmannschaften. Sie mag es im Kraichgau und findet es auch nicht schlimm, wenn sie statt mit der Familie in den Urlaub zu fahren in die Saisonvorbereitung gehen muss. „Dann lege ich mich eben nach dem Training an den See“, sagt Sarai ganz pragmatisch.

SARAI. . .
. . . KOMMT AUS : HILSBACH
. . . HÖRT GERN : DER MIT DEN SCHULTERN ZUCKT
. . . ISST GERN : WENN OMA KOCHT, AM LIEBSTEN SPÄTZLE
. . . TRINKT GERN : KABA, MORGENS, MITTAGS, ABENDS, KABA GEHT IMMER
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FREUNDEN ODER FAMILIE

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Stefan Golbach

Laura Sieger

# Torhüter
# Bayer 04 Leverkusen
19 Jahre

So sehen Sieger aus – im wahrsten Sinne. Denn bei Laura Sieger von Bayer Leverkusen ist der Nachname Programm: Wenn sie irgendetwas überhaupt nicht leiden kann, dann ist es unverdient zu verlieren. Bei Niederlagen hadert die 19-jährige Torfrau aber nicht nur mit ihren Vorderleuten, sondern allzu oft mit sich selbst: „Ich bin schon sehr oft sehr unzufrieden mit mir“, hat sie als ihre größte Schwäche ausgemacht. Vermutlich ist auch deshalb der Affe mit den Händen vor den Augen ihr liebstes Emoji. Aber auch, wenn sie selbst einen folgenschweren Torwartfehler gemacht hat, kommt ihr Lebensmotto wieder durch: „Gib’ alles, Aufgeben ist keine Option!“

LAURA. . .
. . . KOMMT AUS : NÖTHEN
. . . HÖRT GERN : CHARTS
. . . ISST GERN : KARTOFFELPÜREE MIT SAUERKRAUT UND BOCKWURST
. . . TRINKT GERN : APFELSCHORLE
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FREUNDEN UND FAMILIE

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Michael Handelmann

Eunice Beckmann

# Stürmerin
# 1. FC Köln
27 Jahre

„Sie haben wohl noch eine Power-Frau gesucht“, sagt Eunice, lacht und fügt selbstbewusst hinzu: „ … und da ich eine bin, haben sie mich engagiert!“ So kam die Offensivspielerin in Reihen der Geißbock-Elf zu einem Model-Auftrag beim Modelabel ESPRIT, für deren Kollektionen sie nun hin und wieder vor der Kamera zu steht. Seit 2018 ist Eunice offizielle UEFA-Botschafterin für die Kampagne #WePlayStrong – also bestens vertraut mit Objektiven und Öffentlichkeit.

EUNICE. . .
. . . KOMMT AUS : WUPPERTAL
. . . HÖRT GERN : HIP-HOP, SOUL, R’N’B, AFRO-BEATS
. . . ISST GERN : WESTAFRIKANISCHE KÜCHE
. . . TRINKT GERN : GUT GEKÜHLTES SAN PELLEGRINO
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : DER FAMILIE ABENDS DAHEIM

ELFEN Magazin - Spielerinnen 2020 - Die nächste GenerationFoto: Lars Neill

Lucia Harsanyova

# Verteidigerin
# MSV Duisburg
29 Jahre

Das gemütlichste Frühstück von Duisburg? Gibt’s im „Café Evergreen“! Das versprechen jedenfalls die Betreiber Marc und Sebastian. Wer mag, kann es vegan, vegetarisch oder mit Fleisch und Wurst bestellen. Dass es dabei auch erstklassigen Kaffee gibt, dafür sorgt Lucia Harsanyova. Die Verteidigerin des MSV Duisburg hilft regelmäßig als Barista und Kellnerin aus und schwört auf die veganen Muffins und Kuchen, schließlich sind Süßigkeiten ihre größte Schwäche, wie sie uns verraten hat. Die 29-jährige slowakische Nationalspielerin ist beinahe selbst so etwas wie ein Evergreen im ZebraStall: Nach einem sechsmonatigen Intermezzo beim italienischen Frauenfußball-Club Verona kehrte sie in der Winterpause 2019 zu ihrem bisherigen Verein zurück. Und will noch lange bleiben…

LUCIA. . .
. . . KOMMT AUS : KOSOLNA (SLOWAKEI)
. . . HÖRT GERN : SLOWAKISCHE MUSIK
. . . ISST GERN : SÜSSIGKEITEN (KUCHEN)
. . . TRINKT GERN : WASSER, HOLUNDERSCHORLE, RADLER
. . . VERBRINGT IHRE FREIZEIT GERN MIT : FACETIME MIT MEINER FAMILIE, FUSSBALL SCHAUEN ODER INS STADION GEHEN, MMA-KÄMPFE SCHAUEN, FILM, BUCH