Das ELFEN-Spieltags-Interview mit Michelle Ulbrich, SV Werder Bremen

„Uns ist allen bewusst, dass wir noch nicht durch sind.“

Jede Woche vor einem Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga spricht ELFEN-Redakteur Felix Maier mit einer Trainerin, einem Trainer, Spielerin oder anderen Personen aus dem Umfeld der Vereine über eine Partie am Wochenende. Egal, ob Titelrennen oder Abstiegskampf – wir fragen nach!

Michelle Ulbrich

Heute im Gespräch: Michelle Ulbrich //  SV Werder Bremen

Konntest du in der Länderspielpause etwas durchschnaufen oder hast du dich akribisch auf Leverkusen vorbereitet?

Sowohl als auch. Wir haben uns klar auf Leverkusen vorbereitet, hatten ja auch ein bisschen länger Zeit dafür. Andererseits konnte ich auch an dem ein oder anderen freien Tag mal ein bisschen durchatmen.

In der Hinrunde setzte es gegen Bayer eine deutliche 0:3-Niederlage, habt ihr auf die damalige Partie geschaut oder wie sah die Vorbereitung aus?

Eigentlich spielt das Hinspiel in dem Sinne keine wirkliche Rolle. Zumindest inhaltlich. Natürlich wollen wir das Hinspiel wieder gut machen. Das war einfach keine gute Leistung. Wir wollen zeigen, dass wir es besser machen können.

Das letzte Spiel ergab eine prekäre Niederlage gegen die direkten Konkurrentinnen aus Jena – wird es im Tabellenkeller nochmal spannend?

Uns ist allen bewusst das wir noch nicht durch sind. Wir wären auch mit einem Sieg noch nicht durch gewesen Vielleicht einen Schritt weiter, aber die Saison ist einfach noch viel zu lange. Und klar, wir wissen, wo wir herkommen. Wir wissen auch, dass Sand sich in den letzten Jahren teils spektakulär retten konnte und keine Mannschaft abgeschrieben werden darf. Da ist es relativ egal ist, wie viel Punkte Vorsprung da sind. Wir müssen einfach bis zum Saisonende Gas geben.

Apropos direkte Konkurrenz – ihr spielt noch gegen alle Mannschaften aus dem unteren Drittel und bisher gab es 2022 keinen Sieg. Sind Siege gegen Sand, Essen und Köln eingeplant?

Durch die Erfahrungen der letzten Jahre sind wir alle davon weggekommen irgendwelche Siege einzuplanen. Gegen direkte Konkurrenten sind es immer alles oder nichts Spiele. Das ist immer schwer, da kann alles passieren. Wir fokussieren uns darauf uns weiterzuentwickeln. Spiele gegen jetzt beispielsweise Leverkusen oder andere gleichwertige Gegner wollen wir offen gestalten und im Idealfall auch mit Punkten belohnen.

Mit 6 Toren aus 14 Spielen ist die Offensive klar eure größte Baustelle. Jetzt ist mit Agata Tarczynska eure etatmäßige Stürmerin zurück im Kader – hat das Comeback bei euch im Kader/Training/Stimmung etwas verändert?

Es ist auf jeden Fall eine gute Option mehr. Es war jetzt natürlich auch so, dadurch, dass sie lange verletzt war, hat sie noch nicht von Anfang an spielen können. Wenn sie wieder voll da ist, wird es sicher auch Tore durch sie geben. Ansonsten sind wir Offensiv nicht so schlecht besetzt, wie es das Torverhältnis oder die geschossenen Tore aussagen.

Dein Ergebnistipp?

0:1

Die Partie in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga:

Bayer 04 Leverkusen – SV Werder Bremen

Freitag, 04.03.2022, 19:15 Uhr, Live bei MagentaSport und im TV bei Eurosport.

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