Pressekonferenz mit Lina Magull & Lena Lattwein

„Dieses Team braucht einfach viel Spielfreude“

Lina Magull und Lena Lattwein sprechen in der heutigen Pressekonferenz unteranderem , über ihre Ängste noch aus dem 28-köpfigen Kader für die Europameisterschaft gestrichen zu werden und darüber, dass es im DFB-Team aktuell viel Spaß braucht.

Lina Magull & Lena Lattwein

Lina Magull & Lena Lattwein/IMAGO/Eibner

Die Vorfreude auf die EM ist bei allen riesig. Der Kader wird allerdings noch reduziert. Wie macht sich das im Team bemerkbar und habt ihr vielleicht auch selbst Angst, doch nicht nach England fahren zu dürfen?

LM: Es ist nicht direkt Thema bei uns. Klar ist uns bewusst, dass der Kader noch reduziert werden muss. Aber ich glaube, das pusht alle nur noch mehr im Training die Bestleistung herauszuholen. Es ist natürlich so, dass man jede noch mal ein bisschen mehr Gas geben muss, aber die Stimmung leidet nicht. Vereinzelt wird natürlich schon drüber gesprochen. Ehrlich gesagt mache ich mir jetzt keine Sorgen, dass ich nicht nominiert werde. Trotzdem trainiere ich so, als müsste ich mich noch beweisen.

LL: Absolut richtig, was Lina sagt. Allen ist bewusst, dass noch fünf Spielerinnen aus dem Kader gestrichen werden. Die Entscheidung, welche 23 Spielerinnen mitfahren, liegt letztendlich beim Trainerteam. Es kann immer passieren, dass man doch noch gestrichen wird. Ab und zu weiß man nicht so genau, was die Trainer denken. Natürlich sind die Rollen klar verteilt und wir wissen, auf welchen Positionen wir gesehen werden. Der Konkurrenzkampf ist entsprechend hoch und niemand darf sich hier zu sicher sein. Wir haben sehr viel Spaß zusammen und versuchen uns einfach bestmöglich auf die EM vorzubereiten.

In der Vergangenheit wurdest du Lina bereits auf vielen Positionen eingesetzt. Weißt du auch, auf welcher du wahrscheinlich in der Nationalmannschaft auflaufen wirst?

LM: Es ist dem Trainerteam wichtig, das wir von der Positionierung Klarheit haben. Bei der Nationalmannschaft habe ich in den letzten Jahren immer eine eher offensive Rolle im Mittelfeld eingenommen und so wird es jetzt auch sein. Es ist auch immer gut, dass man theoretisch noch mehr Positionen spielen kann, aber jeder einzelnen ist bewusst, wo das Trainerteam einen sieht.

Bei der EM 2019 in Frankreich warst du auch schon dabei Lina. Du warst nicht von Anfang an in der Startelf, hast dich dann aber ins Team gespielt. Welche Erinnerungen hast du an das Turnier?

LM: Natürlich in erster Linie negativ behaftete, weil wir im Viertelfinale ausgeschieden sind. Es hat mir aber auch gleichzeitig die Motivation gegeben zu schauen, was ich vielleicht nicht so gut gemacht habe und was wir als Team daraus mitnehmen konnten, um daraus zu lernen. Ich glaube schon, dass ich mich in den letzten drei Jahren weiterentwickelt habe. Zu einem persönlich, zum anderen auch spielerisch.

Die Niederlage gegen Serbien kam für viele sehr überraschend. Was habt ihr aus diesem Spiel gelernt?

LM: Das Spiel haben wir als Mannschaft noch nicht analysiert. Nach dem Spiel haben wir geschlossen darüber gesprochen. Klar gibt es Themen, die wir untereinander klären müssen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass das Spiel uns verunsichert hat, es war eher ein Weckruf. Ein Hinweis, dass wir noch nicht da sind, wo wir gegen einen solchen Gegner ein Spiel mit Leichtigkeit gewinnen.

Was sind die Sachen, an denen noch am meisten gefeilt werden muss?

LL: Aktuell geht es am meisten um die Abstimmung und darum, Automatismen zu entwickeln. Weil wir eben alle aus unterschiedlichen Vereinen kommen. Die Vereinsphilosophie gilt es jetzt zu vergessen und sich auf die Nationalmannschaft zu konzentrieren.

LM: Und das verbunden  mit einer gewissen Klarheit. In der Positionierung der Spielidee etc. Dieses Team braucht auch einfach viel Spielfreude.

Die Fragen und Antworten stammen aus der offiziellen Pressekonferenz des DFB am 13.06.2022

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