Pressekonferenz mit Kathy Hendrich & Sydney Lohmann

„Es ist schön, dass jetzt mehr junge Mädchen die Möglichkeit haben, unsere Spiele zu sehen.“

Kathy Hendrich spricht in der heutigen Pressekonferenz über ihre Umschulung von der Außenverteidigerin zur Innenverteidigerin, während Sydney Lohmann noch mal auf ihre lange Verletzungspause zurückblickt.

Kathy Hendrich

Kathy Hendrich/Imago/pmk

Die Bundestrainerin hat festgelegt, dass du Kathy in der Innenverteidigung spielen wirst. Hat dich das überrascht und weißt du schon, wer neben dir auflaufen wird?

KH: Natürlich ist es schön zu wissen, dass ich gesetzt bin. Trotzdem ändert das nichts an meiner Einstellung und daran, dass ich mich nicht zurücklehnen kann, sondern weiter Gas geben muss. Ich möchte immer mein Bestes geben und möglichst für die Mannschaft da sein. Wer neben mir spielen wird, weiß ich noch nicht. Wir wollen als Mannschaft erfolgreich sein, ganz egal, wer da auf dem Platz steht.

Wie unterscheidet sich deine Rolle als Innenverteidigerin von deiner Bisherigen als Außenverteidigerin?

KH: In der Innenverteidigung spiele ich erst seit Ende letzten Jahres. Ich persönlich mag die Position sehr gerne, weil ich mehr vom Spiel habe. Außen war ich auf Bälle angewiesen und so hab ich mehr Einfluss. Natürlich ist es sehr komplex. Moderne IVs müssen nicht nur klassisch verteidigen, sondern auch mit nach vorne spielen und sind für den Spielaufbau zuständig. Mir macht das sehr viel Spaß.

Sydney Lohmann

Sydney Lohmann/IMAGO/foto2press

Sydney, du warst länger verletzt. Was genau war das Problem und fühlst du dich wieder komplett fit?

SL: Es ist eine Sache, die mich schon länger begleitet hat und bei der es gedauert hat, bis die Ärzte wussten, was es ist. Der Hüftknochen wurde mir etwas verkleinert und es musste etwas am Band und Knorpel gemacht werden. Die Operation ist gut gelaufen und ich bin auch froh, wie die Reha gelaufen ist. Es gibt immer noch ein bisschen Probleme, aber da muss ich einfach dranbleiben und mein Programm durchziehen. So weit ist aber alles gut. Ich war von Oktober bis März komplett aus dem Mannschaftstraining raus, aber ich habe natürlich trotzdem intensiv trainiert. Beim FC Bayern München hab ich auch schon wieder einige gute Spiele gemacht. Die Konstanz fehlt noch ein bisschen, aber wenn ich mich körperlich fit fühle, bin ich auch auf einem guten Level.

Die letzten Turniere waren für die deutsche Nationalmannschaft nicht sonderlich von Erfolg gekrönt. Was muss jetzt anders laufen?

KH: Wir müssen die Vorbereitung gut nutzen und wieder in die Automatismen reinkommen. Das wir alle Strake Spielerinnen sind, steht außer Frage. Es kommt auf das Zusammenspiel an. In der Defensive kompakt stehen und offensiv mit dem Ball die genauen Laufwege einstudieren, sodass der Ball auch Mal blind gespielt werden kann. Wenn wir jetzt so lange zusammen sind, ist es auch einfacher, als wenn immer zwischen Verein und Nationalmannschaft in kurzen Abständen gependelt wird.

Sydney, im Mittelfeld kannst du eigentlich jede Position spielen. Wo fühlst du dich selbst am wohlsten?

SL: Am wohlsten fühle ich mich auf der Acht. Also im offensiven oder zentralen Mittelfeld. Wir sind mit den TrainerInnen die Positionen durchgegangen und auch Martina Voss-Tecklenburg sieht mich auf der Acht. Aber ich kann auch auf der Sechs oder Zehn spielen.

Im Fußball der Frauen gibt es schon seit längerer Zeit die Debatte um mehr Aufmerksamkeit. Findest du ihr bekommt genügend mediale Aufmerksamkeit?

KH: Ich finde schon, dass sich da einiges getan hat, besonders im letzten Jahr. Die Champions League Spiele wurden übertragen und da hab ich schon gemerkt, dass das was bewirkt hat. Wir sind auf einem guten Weg. Natürlich gibt es auch hier noch Verbesserungspotenzial. Aber es geht voran und es ist schön, dass jetzt mehr junge Mädchen die Möglichkeit haben, unsere Spiele zu sehen.

Die Fragen und Antworten stammen aus der offiziellen Pressekonferenz des DFB am 14.06.2022

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