Pressekonferenz mit Lena Oberdorf und Svenja Huth

„Ich bin fit, habe Spaß und konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann.“

Am 06. Juli ist es endlich so weit. Wer jetzt an die Europameisterschaft denkt, liegt zwar nicht komplett daneben, aber an diesem Datum erscheint auch die Doku über die deutsche Nationalmannschaft. Lena Oberdorf erzählt uns, wie sie die Dreharbeiten wahrgenommen hat, während Svenja Huth uns mit in ihr Privatleben nimmt.

Svenja Huth

Svenja Huth // IMAGO/pmk

Am 06. Juli, also zu EM-Auftakt, erscheint die Doku „BORN FOR THIS – Mehr als Fußball“ und handelt von euch als Nationalmannschaft. Wie habt ihr die Dreharbeiten erlebt?

LO: Ich fand die Dreharbeiten sehr angenehm und sie werden uns auch noch weiter begleiten. Ich habe eigentlich kaum gemerkt, dass die Kamerateams wirklich da waren, außer sie haben für ein Interview angefragt. Wir haben nie den Fokus auf den Fußball verloren, sondern die Produktion war eher im Hintergrund. Tatsächlich war es dann auch teilweise sehr intim. Im Trailer sieht man, wie zum Beispiel Lina Magull weint. Da kann jeder sehen, wie sehr uns das ans Herz geht, was hier passiert. Ich bin sehr gespannt, wie das am Ende aussehen wird – wir werden die ersten Folgen dann im Team sicher anschauen.

Svenja, du warst in den vergangenen Turnieren ohne Einsatz und 2017 wurdest du im ersten Spiel verletzt ausgewechselt. Spielt das für dich eine Rolle, wie du an das kommende Turnier herangehst?

SH: Für mich spielt das keine Rolle. Die beiden Europameisterschaften sind für mich, da wir 2013 auch Europameister geworden sind, sehr erfolgreich gewesen und ich glaube, dass ich da auch meinen Teil dazu beigetragen habe. 2017 habe ich mich im Eröffnungsspiel leider verletzt und konnte dann nicht mehr eingreifen, weil wir dann schon ausgeschieden waren. Mit solchen Sachen halte ich aber mich gar nicht auf. Ich bin fit, habe Spaß und konzentriere mich auf das, was ich beeinflussen kann.

Wie hat sich aus eurer Sicht seit der letzten EM der Fußball für Frauen entwickelt?

SH: Vor allem der europäische Fußball hat sich enorm entwickelt. Das haben wir bei der EM 2019 schon gesehen. In der Champions League hat jeder gemerkt, dass die Mannschaften einiges dazugewonnen haben. Auch jetzt bei der Europameisterschaft können gut und gerne sieben oder acht Nationen den Titel gewinnen. Dementsprechend ist der europäische Vergleich in der Spitze viel enger geworden, was für die Attraktivität, die Zuschauer und für uns Spielerinnen sehr positiv ist.

LO: Da kann ich nur zustimmen.

Welche Vorteile hat die deutsche Mannschaft gegenüber den anderen Nationen?

SH: Zuallererst verfügen wir über eine gute Mischung im Team. Wir haben sehr viele junge Spielerinnen, Spielerinnen im Übergangsalter, aber auch erfahrene Spielerinnen. Diesen Mix bringen wir gut zusammen. Individuell haben wir verschiedenste Spielerinnen, die teilweise auf diversen Positionen spielen können. Dadurch sind wir sehr flexibel und können uns auf jeden Gegner einstellen.

Lena Oberdorf

Lena Oberdorf/IMAGO/pmk

Lena, dein Bruder wird bei der EM wahrscheinlich nicht dabei sein können, da der Trainingsauftakt in der 2. Bundesliga schon läuft. Wird deine restliche Familie dabei sein?

LO: So genau habe ich mit meiner Familie noch gar nicht darüber gesprochen. Ich war erstmal im Urlaub und noch nicht richtig zu Hause. Meine Eltern haben das aber wahrscheinlich schon geplant. Meine Schwester wird wahrscheinlich auch zum ein oder anderen Spiel kommen. Mein Bruder hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ein oder zwei Spiele zu sehen. Es werden auf jeden Fall Leute vor Ort sein, die uns unterstützen.

Wie intensiv ist der Austausch zwischen dir und deinem Bruder? Es wird immer viel über die ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen gesprochen. Ist das bei euch auch ein Thema?

LO: Um ehrlich zu sein, haben wir darüber nie gesprochen. Ich weiß nicht, was er verdient oder was generell in der zweiten Bundesliga verdient wird. Das ist bei uns kein Thema, auch wenn der generelle Austausch natürlich da ist. Gerade jetzt, da es Richtung EM geht. Letzten Sonntag hat bei ihm die Vorbereitung wieder angefangen. Er kann schon stolz auf sich sein. Ich bin auf jeden Fall stolz auf ihn, dass er es in dem Alter geschafft hat, Profi zu werden. Das ist ja auch nicht ganz normal.

Svenja, du hast deine freie Zeit unteranderem genutzt, um zu heiraten. Wie waren die Feierlichkeiten für dich?

SH: Ich habe meine freie Zeit sehr gut genutzt. Ich bin verheiratet. Die standesamtliche Trauung und die freie Trauung habe ich im Kreise meiner Liebsten verbracht. Ich konnte mich sehr gut erholen und es kann jetzt mit Vollgas weitergehen. Der Name auf dem Trikot bleibt der gleiche.

Die Fragen und Antworten stammen aus der offiziellen Pressekonferenz des DFB am 15.06.2022.

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